Bauherrenhaftpflicht – Unverzichtbarer Schutz

Während der Bauphase kann es zu allen möglichen Schäden kommen. Sogar schon vor dem ersten Spatenstich können Personen verletzt oder das Eigentum Dritter beschädigt werden. Im Zweifelsfall sind in solch einem Fall Sie als Bauherr für diese Schäden haftbar. Mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung können Sie sich effektiv vor den hohen Kosten der entstehenden Schadensersatzansprüche schützen.

Warum eine extra Haftpflicht?

Eine Baustelle birgt so manche Schadensquelle. Sei es umfallendes Baumaterial, ein schlecht ausgeleuchtetes Gelände und die damit verbundene Sturzgefahr oder ein Gerüst, das durch einen Sturm umstürzt und dabei parkende Autos beschädigt – während der ganzen Bauphase kann es zu sehr kostenintensiven Schäden kommen. In nur wenigen Situationen haftet etwa die Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung der beteiligten Bauunternehmen für den Schaden. Als Bauherr sind Sie verpflichtet, sich in regelmäßigen Abständen davon zu überzeugen, dass es nicht zu offensichtlichen Schadenspotentialen auf der Baustelle kommt. Kommen Sie dem nicht nach oder übersehen Sie eine Schadensquelle und es kommt zu einem Schaden, so müssen Sie ohne eine umfassende Absicherung mit Ihrem gesamten Vermögen haften.

Deckungssumme der Bauherrenhaftpflicht

Die Bauherrenhaftpflicht schützt Sie nicht nur in der Bauphase, sondern bereits dann, wenn die eigentlichen Baumaßnahmen noch nicht begonnen haben. Stürzt jemand auf dem Gelände, werden Sachen beschädigt oder ein Mensch verletzt, so zahlt die Bauherrenhaftpflicht die entstehenden Kosten. Da gerade Personenschäden sehr hohe und langwierige Kosten verursachen können, deckt eine gute Bauherrenhaftpflicht Schäden in Höhe von mindestens zwei bis drei Millionen Euro ab.

Kosten der Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die Kosten für die Bauherrenhaftpflicht belaufen sich in der Regel auf ein Promille, also ein Tausendstel der Bausumme. Wenn Sie beispielsweise ein 250.000 Euro teures Einfamilienhaus planen, müssen Sie zwischen 200 und 300 Euro für die Versicherung zahlen. Eigenleistungen werden dabei zusätzlich berechnet, sodass sich der Beitrag noch erhöhen kann. Die Prämien können jedoch von Anbieter zu Anbieter variieren, sodass ein Vergleich zwischen den verschiedenen Bauherrenhaftpflichtversicherern sinnvoll ist.

Redaktions-Tipp

Im Rahmen eines Hausbaus lohnt sich auch eine Bauleistungsversicherung, die Sie gegen Schäden absichert, die das Bauprojekt an sich gefährden. Die beiden Versicherungen kann man dabei durchaus auch als Kombination in Form einer Gebäudeneubauversicherung abschließen. Dadurch lassen sich mitunter sogar Kosten sparen.

Leistungen einer Bauherrenhaftpflicht

Der Versicherer zahlt, wenn der Bauherr seiner Verkehrssicherungspflicht, Auswahlpflicht – beispielsweise der Handwerker – oder seiner Überwachungspflicht nicht nachkommt und dadurch Schadensersatzansprüche Dritter entstehen. Nicht versichert sind Schäden durch Feuer. Dafür sollte eine zusätzliche Feuer-Rohbauversicherung abgeschlossen werden. Zudem ist Diebstahl nur begrenzt versichert. Lediglich die Kosten für fest eingebaute Teile werden erstattet. Für bewegliche Objekte ist die Gefahr für die Versicherer zu groß, dass sie durch die am Bau beteiligten Personen gestohlen werden. Die Bauherrenhaftpflicht ist nicht nur für einen Neubau wichtig, sondern auch bei der Sanierung und beim Umbau. Beim Bau einer Photovoltaik-Anlage schützt diese Versicherung die Bauherren ebenfalls vor zusätzlichen Kosten, die im Zuge von Baumaßnahmen entstehen können.

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