Bausparen – ein Überblick 

Der Bausparvertrag (Bausparen) gilt vielen als der klassische Weg zum Eigenheim. Doch gerade in Zeiten niedriger Zinsen, stellt sich die Frage, ob sich ein Bausparvertrag überhaupt noch lohnt. Dafür gibt es keine eindeutige Antwort. Vielmehr ist dies abhängig von Ihrer persönlichen Situation, aber auch ob Sie Förderungen wie die Wohnungsbauprämie nutzen können.

Die Bestandteile des Bausparvertrags

Bevor man sich für einen Bausparvertrag entscheidet, sollte man sich genauer mit den Möglichkeiten dieser Spar- und Darlehensform auseinandersetzen. Denn das Bausparen ist weder eine reine Geldanlage, noch ein reiner Kredit. Vielmehr wird hier das Ansparen von Eigenkapital und von Baukrediten miteinander verbunden. Dadurch bindet man sich zwar einerseits für eine sehr lange Zeit an eine Bausparkasse, andererseits kann man von einer sehr sicheren Form der Baufinanzierung profitieren.

Wofür kann der Bausparvertrag genutzt werden?

Anders als der Name vermuten lässt, kann man den Bausparvertrag nicht nur für die Errichtung von Wohneigentum verwenden. Auch der Kauf, die Modernisierung oder der Erhalt einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims, bzw. anderer Gebäude, die Wohnzwecken dienen, gehören zu den Verwendungsmöglichkeiten. Darüber hinaus kann der Bausparvertrag dazu genutzt werden, Bauland bzw. Erbbaurechte zu erwerben, um den Bau einer Wohnimmobilie erst zu ermöglichen. Haben Sie bereits eine andere Form der Baufinanzierung gewählt, kann ein Bausparvertrag ebenso zur Ablösung dieser Verbindlichkeiten verwendet werden. Andere Verwendungsmöglichkeiten gibt es hingegen nicht. Wollen Sie beispielsweise das bisher angesparte Vermögen anderweitig verwenden, müssen Sie den Bausparvertrag auflösen. Allerdings gehen Ihnen dann ggf. die bisher gezahlten Wohnungsbauprämien verloren, wenn die Kündigung innerhalb der gesetzlichen Bindungsfrist erfolgt. Auch der Darlehensanspruch entfällt mit Kündigung des Vertrags.

Für wen eignet sich ein Bausparvertrag?

Vor allem wer von der Wohnungsbauprämie profitieren kann, fährt mit dem Bausparvertrag gut. Denn wer 16 Jahre oder älter ist, kann die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent der eingezahlten Beiträge bis zu  512 Euro pro Jahr, also maximal 45,06 Euro monatlich in Anspruch nehmen. Voraussetzung hierfür ist neben dem Alter jedoch ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 25.600 Euro. Gerade junge Menschen können zudem häufig von extra Prämien von der jeweiligen Bausparkasse profitieren. Denn solche Einsteigerprämien sollen gerade Berufseinsteiger für einen Bausparvertrag erwärmen. Wer bereits ein Haus oder eine Eigentumswohnung hat, kann unter Umständen mit einem Bausparvertrag für geplante Modernisierungs- bzw. Rekonstruktionsmaßnahmen vorsorgen. Denn gerade geringe Darlehen werden von Banken häufig mit Zinsaufschlägen bestraft. Bausparkassen vergeben Bauspardarlehen jedoch zu einheitlichen Konditionen unabhängig von der Darlehenshöhe.

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