Gebäudeversicherung – was genau wird abgesichert?

Wird das eigene Haus beschädigt, kann eine Gebäudeversicherung dem Eigentümer den finanziellen Ruin ersparen. Sie zahlt nicht nur, wenn das Wohngebäude durch Brand, Leitungswasser, Sturm und andere Ursachen beschädigt wird. Die Versicherung beinhaltet auch den Schutz von weiteren Gebäuden auf dem Grundstück und von fest mit dem Haus verankerten Teilen.

Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

Eine Gebäudeversicherung, auch Hausversicherung oder Wohngebäudeversicherung genannt, sollte jeder Hauseigentümer abschließen. Besteht kein Versicherungsschutz, sind gerade große Zerstörungen am Haus in der Regel mit hohen wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Zudem stellt das eigene Heim oftmals eine finanzielle Absicherung für das Alter dar. Eine Gebäudeversicherung bietet umfassende finanzielle Hilfe im Schadensfall. Im Jahr 2013 ist nach Angaben der Versicherer durch Sturm und Hagel an Gebäuden ein Gesamtschaden von 2,4 Milliarden Euro entstanden. Zudem wurden 460.000 Brände oder Blitzeinschläge gemeldet. Die Schadenssumme belief sich hier auf rund 1,1 Milliarden Euro. Auch in Verbindung mit Leitungswasser entstehen Jahr für Jahr Kosten von circa 2,4 Milliarden Euro. Ohne eine Gebäudeversicherung stehen Hausbesitzer in diesen Fällen schnell vor dem finanziellen Ruin.

Leistungen einer Wohngebäudeversicherung

Entsteht am Haus oder an anderen, auf dem Grundstück stehenden Objekten, ein Schaden, kommt die Wohngebäudeversicherung für die finanziellen Folgen auf. Im Versicherungsschutz enthalten sind zum Beispiel eine Gartenlaube, Garage oder ein Geräteschuppen. Üblicherweise deckt die Wohngebäudeversicherung die Kosten ab, wenn Schäden durch folgende Quellen entstehen:
  • Feuer durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion
  • Überspannung
  • Stürme mit einer Windstärke mindestens von 8, beziehungsweise 62 km/h
  • Hagel
  • Leitungswasser (bei bestimmungswidrigem Austreten)
  • Wasserschaden, entstanden durch Frost- andere Bruchschäden

Auch alle Objekte, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, werden durch eine Gebäudeversicherung geschützt. Dazu zählen unter anderem Heizungen, Einbauküchen und Antennen. Zu Versicherungsbeginn sollte unbedingt geklärt werden, welche Dinge mitversichert werden sollen. Denn Gebäude, die nicht zur Immobilie gehören, müssen unter Umständen gesondert versichert werden, wie beispielsweise ein Gartenhaus in einer Kleingartensiedlung. Das bewegliche Eigentum im Haus, wie etwa Möbel, Kleidung oder Computer und andere Elektrogeräte, wird nicht durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Hausbesitzer sollten daher eine zusätzliche Hausratversicherung abschließen, um ihr gesamtes Hab und Gut zu schützen. Eine Hausratversicherung bietet zusätzlichen Versicherungsschutz zu relativ geringen Beiträgen.

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